Das Konzept, das wir seit langer Zeit schon verfolgen, und in unseren Sound-Decodern und Weichenantrieben schon in der Hardware vorgesehen haben, ist die Signalabhängige Zugbeinflussung. Wir haben uns zu Anfang der Entwicklung gesagt, dass wir keine isolierten Gleisabschnitte haben wollen, die über die Signale abgeschaltet werden. Da die Loks immer alle Daten von der Zentrale bekommen, auch die für die Signale, kann die Lok sich merken, wie der aktuelle Zustand eines Signales ist. Nun muß die Lok nur noch wissen, ob sie vor dem Signal ist. Dieses wird von uns dadurch gelöst, dass der Signal-Decoder über eine Infrarot-Leuchtdiode, die im Gleisbett eingebaut ist, eine Kennung sendet. In dieser Kennung steckt die Signaladresse, für welche Fahrtrichtung es gilt und mit welcher Geschwindigkeit gebremst werden muß. Von der Elektronik her sind unsere Weichendecoder schon in der Lage diese Daten zu senden. Es muß lediglich eine Leuchtdiode angeschlossen werden.

Für die Lok gilt, daß sie diese Daten verstehen muß. Auch diese Möglichkeit ist schon auf unseren LOK38 Decodern vorhanden.

Fährt also eine Lok, die sich gemerkt hat, dass Signalnr.9 auf Halt steht über diese Leuchtdiode, so bremst die Lok ab und bleibt stehen. Wenn dann von der Zentrale das Signal wieder auf Freie Fahrt gestellt wird, so bekommt die Lok auch diesen Befehl über die Schienen mit, und fährt wieder los.

Weiter angedacht sind Kennungsgeber, die anstatt Gleismagnete eingesetzt werden. Diese können so programmiert sein, dass richtungsabhängig Zusatzsignale wie Pfiff oder Glocke ausgelöst werden. Auch Langsamfahr-Abschnitte können so gelöst werden.

Auch eine Lok-Rückmeldung an die Zentrale ist schon in der Hardware realisiert. Da alle Weichen und Signal-Antriebe vom Decoder her in der Lage sind per Infrarot eine Kennung zu senden, und alle Zusätzlichen Geber ja auch eine Kennung haben, hat die Lok relativ genau die eigene Position im Speicher. Diese Position kann die Lok dann der Zentrale übermitteln.

Ziel dieser ganzen Überlegungen ist es möglichst viel Verkabelung zu sparen, denn das ist im Gartenbereich doch sehr aufwendig. Und die Elektronik, die in den Weichen-Decodern und Lok-Decodern sitzt mit maximalem Effekt zu nutzen.

Für Anregungen sind wir immer dankbar.


Ihr Thorsten Rink